{"id":75,"date":"2019-11-09T13:54:31","date_gmt":"2019-11-09T12:54:31","guid":{"rendered":"https:\/\/ibb.phwien.ac.at\/?p=75"},"modified":"2024-04-12T09:07:13","modified_gmt":"2024-04-12T07:07:13","slug":"mongolische-delegation-am-institut-fuer-berufsbildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/isbb.phwien.ac.at\/?p=75","title":{"rendered":"Mongolische Delegation am Institut f\u00fcr Berufsbildung"},"content":{"rendered":"\n<p>Eine hochrangige 14 Personen umfassende Ministeriums-Delegation aus der Mongolei besuchte am 5. November 2019 das Institut f\u00fcr Berufsbildung (IBB). <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die Delegation hielt sich zu Studienzwecken in Wien auf. Im Mittelpunkt des Interesses standen das \u00f6sterreichische Berufsschulwesen und die berufsbildenden Schulen. Daher stattete die Delegation sowohl der HTL Wien 10 wie auch der Berufsschule in der Apollogasse einen Besuch ab.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/ibb.phwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/MongolDel1-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-78\" srcset=\"https:\/\/isbb.phwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/MongolDel1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/isbb.phwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/MongolDel1-300x225.jpg 300w, https:\/\/isbb.phwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/MongolDel1-768x576.jpg 768w, https:\/\/isbb.phwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/MongolDel1.jpg 2016w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Elisabeth Sch\u00f6n und Reinhard N\u00f6bauer mit der Delegation<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In der Mongolei gibt es derzeit das starke Bestreben, wieder ein funktionierendes Berufsbildungssystem aufzubauen. Das System der dualen Ausbildung ist von gro\u00dfem Interesse f\u00fcr die mongolischen Vertreter und Vertreterinnen, die nach ihrem Wiener Aufenthalt ihre Reise nach Deutschland (Magdeburg) fortsetzten und insgesamt f\u00fcnf Tage unterwegs sein werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Das IBB war bei diesem Treffen durch <strong>Elisabeth Sch\u00f6n<\/strong> und <strong>Georg J\u00e4ggle<\/strong> vertreten. Vom \u00f6sterreichischen <a href=\"https:\/\/www.bmbwf.gv.at\/\">Bundesministerium f\u00fcr Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF)<\/a> war <strong>MinR Mag. Reinhard N\u00f6bauer<\/strong> dabei. Der Besuch der Delegation war Teil einer Europareise, die von der <a href=\"https:\/\/www.giz.de\/de\/html\/index.html\">Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH<\/a> organisiert wurde. Die GIZ implementiert im Auftrag des deutschen <a href=\"http:\/\/www.bmz.de\/de\/index.html\">Bundesministeriums f\u00fcr Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ)<\/a> das Entwicklungsprogramm \u201eKooperative Berufsbildung\u201c (<a href=\"https:\/\/www.giz.de\/projektdaten\/projects.action?request_locale=de_DE&amp;pn=201821206\">Cooperative Technical and Vocational Education and Training<\/a>) in der Mongolei.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"262\" src=\"https:\/\/ibb.phwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/MongolDel3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-77\" srcset=\"https:\/\/isbb.phwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/MongolDel3.jpg 350w, https:\/\/isbb.phwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/MongolDel3-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><figcaption>Elisabeth Sch\u00f6n (IBB) und Sara Galbaatar (GIZ) <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"262\" src=\"https:\/\/ibb.phwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/MongolDel4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-76\" srcset=\"https:\/\/isbb.phwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/MongolDel4.jpg 350w, https:\/\/isbb.phwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/MongolDel4-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><figcaption>Georg J\u00e4ggle (IBB) und Sara Galbaatar (GIZ)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"262\" src=\"https:\/\/ibb.phwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/MongolDel2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-79\" srcset=\"https:\/\/isbb.phwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/MongolDel2.jpg 350w, https:\/\/isbb.phwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/MongolDel2-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><figcaption>Sara Galbaatar (GIZ), Tseren-Ochir Batdorj (Director of TVETAC) und Elisabeth Sch\u00f6n (IBB)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Text: J\u00fcrgen Neckam, Fotos: Georg J\u00e4ggle, Reinhard Bauer<\/p>\n\n\n\n<p>Auf ihrer Website schreibt die GIZ zum Projekt &#8222;Kooperative Berufsausbildung&#8220; Folgendes: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Ausgangssituation<\/strong><br>Aufgrund  der hohen Auslandsinvestitionen, die in den mongolischen Bergbausektor  flie\u00dfen, ist die Wirtschaft der Mongolei in den letzten zehn Jahren  rapide gewachsen \u2013 um bis zu 17 Prozent des BIP. Das gr\u00f6\u00dfte Hemmnis f\u00fcr  weiteres Wachstum ist der Mangel an qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften.  Gleichzeitig herrscht eine besorgniserregend hohe  Jugendarbeitslosigkeit: Sie betr\u00e4gt 18,8 Prozent bei den M\u00e4nnern und  20,2 Prozent bei den Frauen. Die meisten jungen Menschen studieren zudem  lieber an einer Universit\u00e4t als ihre berufliche Laufbahn mit einer  Ausbildung zu beginnen.<br><br>Obwohl die mongolische Regierung in den  letzten Jahren viel getan haben, um die Berufsbildung zu verbessern, ist  deren Qualit\u00e4t nach wie vor unzureichend. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind unter  anderem die fehlende bzw. unzureichende praktische und theoretische  Ausbildung der Lehrer, mangelnde Managementf\u00e4higkeiten, unzureichende  Probleml\u00f6sungs\u00fcbungen in der Ausbildung und fehlende  Qualit\u00e4tssicherungsprozesse. Au\u00dferdem ist es dringend erforderlich, dass  bei der Planung und Umsetzung von beruflichen Bildungsangeboten die  Anforderungen der Industrie ber\u00fccksichtigt werden, denn nur 55 Prozent  der Ausbildungsabsolventen finden einen Arbeitsplatz.<br><br>Von allen  Bildungsbereichen weist der Berufsbildungssektor nach wie vor das  niedrigste Finanzierungsniveau auf. Die an die Berufsbildung gestellten  Qualit\u00e4tsanforderungen spiegeln sich also bislang nicht in einer  entsprechenden Finanzierung wider, wodurch die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr weitere  Verbesserungen begrenzt sind.<br><br><strong>Ziel<\/strong><br>Die Wirksamkeit der Berufsbildung im technischen Bereich ist nachhaltig verbessert.<br><br><strong>Vorgehensweise<\/strong><br>Das  Vorhaben \u201eKooperative Berufsbildung&#8220; (cTVET) baut zur weiteren  F\u00f6rderung einer nachhaltigen Entwicklung des mongolischen  Berufsbildungssektors auf den Ergebnissen des Projektes \u201eKooperative  Berufsbildung im Rohstoffsektor&#8220; (TVET) auf, das zwischen 2013 und 2019  durchgef\u00fchrt wurde.<br><br>Das cTVET-Vorhaben unterst\u00fctzt das  Ministerium f\u00fcr Arbeit und soziale Sicherung bei dem nachhaltigen Aufbau  von 7 Capacity-Development-Zentren (CDCs) und bei der Schaffung der  entsprechenden Rahmenbedingungen in allen Regionen der Mongolei (West-,  Ost-, Zentral- und S\u00fcd-Mongolei sowie Ulaanbaatar). Au\u00dferdem f\u00f6rdert es  die Einf\u00fchrung eines Qualifizierungssystems f\u00fcr die Aus- und Fortbildung  von Berufsschullehrern.<br><br><strong>Capacity-Development-Zentren<\/strong><br>F\u00fcr  eine Berufsbildung, die den Anforderungen der Industrie gerecht wird und  die auf internationalen Standards beruht, werden 7 berufsbildende  Schulen in Capacity-Development-Zentren (oder auch \u201eExzellenzzentren&#8220;)  umgewandelt. Die CDCs sollen hochwertige Ausbildungen in ausgew\u00e4hlten  Fachbereichen wie Industriemechanik, Schwei\u00dfen, Mechatronik,  Elektrik\/Elektronik, Kfz-Mechatronik, Zimmereiwesen und Bau anbieten und  im mongolischen Berufsbildungssystem eine Multiplikator- und  Innovationsfunktion erf\u00fcllen. Neben hochwertigen Berufsausbildungen sind  an den CDCs auch Bildungsangebote f\u00fcr&nbsp;Lehrer anderer berufsbildender  Schulen, Weiterbildungen f\u00fcr Industriearbeiter und Kurzzeitschulungen  f\u00fcr Arbeitssuchende geplant. Au\u00dferdem sollen dort  Kompetenzfeststellungen sowie Vorbereitungskurse f\u00fcr die Teilnehmer der  Berufsweltmeisterschaft WorldSkills stattfinden. Die Lehrer und die  Managementmitarbeiter der CDCs werden daf\u00fcr von internationalen  Entwicklungsberatern geschult, gecoacht und beraten.<br><br>Damit die  berufsbildenden Schulen ihre Funktionen als CDCs erf\u00fcllen k\u00f6nnen, ist  zudem ein systematischer Aufbau der Organisationskapazit\u00e4ten  erforderlich. Das Projekt f\u00f6rdert daher die Einf\u00fchrung von effektiven  Qualit\u00e4tsmanagementverfahren sowie von unterst\u00fctzenden digitalen  L\u00f6sungen, soweit dies sinnvoll ist. Das Ziel dieser  Digitalisierungsma\u00dfnahmen sind ein besserer professioneller Austausch  zwischen den CDCs und eine breitere Anwendung von modernen  Schulungskonzepten und digitalen Medien.<br><br>Ein weiteres  Beratungsfeld betrifft die Effizienz der Mittelverwendung in den CDCs  sowie den Regulierungsrahmen f\u00fcr die Verankerung der Zentren im  mongolischen Berufsbildungssystem. Das Ministerium f\u00fcr Arbeit und  soziale Sicherung und die CDCs werden dabei unterst\u00fctzt, die  tats\u00e4chlichen&nbsp;Kosten f\u00fcr hochwertige Ausbildungen zu berechnen und  nachhaltige Finanzierungmechanismen f\u00fcr die CDCs auszuarbeiten. Ein  wichtiger Aspekt ist dabei die Regulierung von Einkommensm\u00f6glichkeiten  f\u00fcr eine kontinuierliche Verbesserung der Ausbildungsqualit\u00e4t.  Gleichzeitig werden bei den beteiligten Akteuren die Voraussetzungen f\u00fcr  eine bedarfsorientierte Mittelvergabe bzw. eine wirksamere und  effizientere Verwendung der zur Verf\u00fcgung stehenden Ressourcen  geschaffen.<br><br><strong>Lehreraus- und -fortbildung<\/strong><br>Kompetente und  motivierte Lehrer sind der Schl\u00fcssel zu einer hochwertigen  Berufsbildung. Daher wird&nbsp;durch systematische Fortbildung  sichergestellt, dass die Lehrer der CDCs und anderer berufsbildender  Schulen sowohl ihre praktischen beruflichen F\u00e4higkeiten als auch ihre  p\u00e4dagogischen und didaktischen Kompetenzen verbessern. Zus\u00e4tzlich soll  durch Qualifizierungsma\u00dfnahmen f\u00fcr betriebliche Ausbilder&nbsp;die Qualit\u00e4t  der Unternehmenspraktika steigen, die die Auszubildenden neben dem  Unterricht an den CDCs absolvieren. Das Ministerium f\u00fcr Arbeit und  soziale Sicherung wird dabei unterst\u00fctzt, ein systematisches und  institutionell verankertes Qualifizierungssystem f\u00fcr die Aus- und  Fortbildung von Berufsschullehrern auszuarbeiten. In einem ersten  Schritt ist die Pilotierung der neu entwickelten Qualifizierungsangebote  geplant. Wenn die Fachkr\u00e4fte im Berufsbildungssektor bessere,  praxisorientierte Aus- und Fortbildungsm\u00f6glichkeiten haben und den  berufsbildenden Schulen stets ausreichend qualifiziertes Personal zur  Verf\u00fcgung steht, wird sich die Qualit\u00e4t der Berufsbildung verbessern.<\/p><cite>Quelle: <em>Kooperative Berufsbildung | Cooperative Technical and Vocational Education and Training.<\/em> Abgerufen am 9. November 2019, von <a href=\"https:\/\/www.giz.de\/projektdaten\/projects.action?request_locale=de_DE&amp;pn=201821206\">https:\/\/www.giz.de\/projektdaten\/projects.action?request_locale=de_DE&amp;pn=201821206<\/a>.<\/cite><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine hochrangige 14 Personen umfassende Ministeriums-Delegation aus der Mongolei besuchte am 5. November 2019 das Institut f\u00fcr Berufsbildung (IBB).<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":79,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[4,5],"tags":[14,12,9,6,8,10,13,7,11],"class_list":["post-75","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-internationale-vernetzung","category-nachlese","tag-berufsbildung","tag-berufsschule","tag-bmbwf","tag-delegation","tag-giz","tag-ibb","tag-lehrerbildung","tag-mongolei","tag-praesentation"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/isbb.phwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/MongolDel2.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/isbb.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/isbb.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/isbb.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/isbb.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/isbb.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=75"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/isbb.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":139,"href":"https:\/\/isbb.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75\/revisions\/139"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/isbb.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/79"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/isbb.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=75"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/isbb.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=75"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/isbb.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=75"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}